Sophie ist...dankbar
Von Sophie am .
Dankbar, das ist so ein großes Wort. Jeder ist dankbar, das ist doch irgendwie klar. Man hat so viele Sachen, für die man dankbar sein kann und sein sollte.
Aber trotzdem ist Dankbarkeit irgendwie ein Gefühl, das oft übersehen wird. Entweder, es wird überschattet von schlechten Gefühlen wie Trauer, Hilflosigkeit oder Wut, oder es geht einem gut und man ist glücklich, und dann vergisst man auch irgendwie, dankbar zu sein.
Und doch ist Dankbarkeit ein großes Gefühl, das einem viel helfen kann, wenn es einem nicht gut geht, und einen bodenständig hält, wenn man gerade sehr glücklich ist.
Gerade jetzt gibt es so vieles, für das man dankbar sein kann.
Dankbar, dass man ein schönes Zuhause hat, Freunde, Menschen, die einen lieben, dass man in Sicherheit lebt und nicht bedroht ist, dass man zur Schule gehen kann und eine Zukunft hat. Dankbar, dass man nicht in seiner Existenz bedroht wird, dass kein US-Präsident fragwürdige Entscheidungen für die eigene Wirtschaft tätigt oder man nicht ständig um seine Arbeit bangen muss. Aber auch dankbar für das kleine Lächeln, das einem im Klassenraum geschenkt wird, dafür, dass die Sonne mal wieder scheint, man vor dem Regen nach Hause gekommen ist oder man in der Pause noch mal schnell die Hausaufgaben abschreiben durfte.
Übrigens: Dankbarkeit wirkt sich positiv sowohl auf die geistige als auch auf die physische Gesundheit aus. Sie lindert Symptome wie Schlafstörungen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden (die für uns als Schüler*innen vielleicht noch nicht so relevant sind, aber ich werde immerhin dieses Jahr 20, man kann nie früh genug vorsorgen!), und dabei schadet sie nicht mal!
Vielleicht sollten wir hier mal auf unsere Großeltern ("Als ich damals in Deinem Alter war, musste ich noch...") hören, und der Welt ein kleines bisschen dankbarer entgegenblicken.