Skip to main content
Let's stay in touch:

Geschenkeschlacht im Dezember

Der Adventskalender ist bereit und heilig Abend rückt immer näher. Immer drohender kommt die Geschenkfrage auf einen zu.

Wer bekommt was? Hab ich schon was für Mama, für Papa, für meine Geschwister, Oma, Opa, Onkel, Tante… Die Liste ist lang. Und je nachdem, was man schenkt, geht das auch ganz gerne Mal gut ins Geld.

Die durchschnittlichen Ausgaben pro Kopf für Weihnachtsgeschenke steigen seit Jahren an. Im letzten Jahr waren es laut „statista“ knapp 500€ pro Person, und dabei muss man bedenken, dass auch Menschen, die sehr viel weniger bis gar nichts ausgeben in diese Statistik mit einfließen. 

Auch auf social media, vor allem auf TikTok sieht man zu dieser Zeit viele Videos, in denen Geschenke zur Schau gestellt werden, die man für Familie oder Freunde gekauft hat, und die gerne mal vierstellige Preise gekostet haben. Vor allem diese Videos verzerren das Bild, was normal ist, für Geschenke auszugeben. Es geht immer mehr darum, wer das teuerste Geschenk hat, und nicht mehr so sehr darum, wer sich die meisten Gedanken gemacht hat.

Das Weihnachtsgeschäft macht fast 20% des gesamten Jahresumsatzes für manche Branchen aus. Für nur ein paar Tage im Jahr wird enorm viel Geld ausgegeben. Dabei gehen nach Weihnachten und im Januar die Zahlen der Rücksendungen laut Tagesschau im Vergleich zum Dezember hoch – viele Geschenke haben wohl doch nicht gefallen und werden wieder zurück gegeben.

Es werden also erst für viel Geld Geschenke gekauft, um  möglichst viel Geld auszugeben, und dann werden sie wieder zurückgegeben. Das klingt nicht sehr sinnvoll. Warum macht man das denn dann?

Manchmal bekommt man aktuell das Gefühl, dass ein Geschenk besser ist, je teurer man es gekauft hat. Wenn man keine teuren Geschenke kauft, liebt man seine Verwandtschaft, seine Freunde, seinen Partnerin dann überhaupt? Der Wert eines Geschenkes wird über den Preis definiert. Ist es aber nicht viel wichtiger, dass hinter dem Geschenk Gedanken stecken? Wenn ich weiß, meine Mutter interessiert sich für’s Gärtnern, und ich ihr deswegen Blumensamen oder eine Schaufel schenke, ist das dann weniger Wert als eine teure Kette, nur weil ich nicht so viel Geld dafür ausgegeben habe?

Nein. Natürlich nicht. Ganz im Gegenteil.

Weihnachten ist das Fest der Liebe. Es ist schön, seinen Liebsten mit Geschenken zu zeigen, wie sehr man sie wert schätzt. Aber das geht viel besser mit Geschenken, über die man sich viele Gedanken macht, in die man sein Herz steckt, als mit irgendetwas, das man teuer gekauft hat.

Also geht dieses Jahr beim Geschenkekauf in euch und überlegt, wie ihr den Personen eine ehrliche Freude machen könnt. Das ist auch viel schöner, dann beim Auspacken zuzusehen und die ehrliche Freude in den Augen des Gegenübers zu sehen. Außerdem hält das Geschenk dann auch länger und wird nicht kurz nach dem Fest Umgetauscht oder zurückgeschickt. Also gut für’s Herz und für die Natur :)


© Stroemsheet