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Strömsheet fastet: Kein Fleisch, keine Süßigkeiten, kein Spaß – oder doc

Erstellt von Sophie | | Der Rest.

Mit Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit: 40 Tage soll mensch fasten, also im besten Fall gar nichts essen und erst Ostern wieder schlemmen. Religiöse Gründe hatte das früher. In den letzten Jahren aber haben immer mehr Menschen mitgemacht, auf Fleisch verzichtet, auf soziale Medien. Strömsheet möchte das auch ausprobieren und wird in den nächsten Wochen von den Erfahrungen berichten.

Den Anfang macht Sophie: Kein Fleisch, keine Süßigkeiten

Viele behaupten immer, Fasten sei, gerade für jüngere Kinder und für Jugendliche in der Entwicklung, nicht sehr gesund. Das mag stimmen, aber nur, wenn man es nicht auf die Reihe bekommt, trotzdem genug Nährstoffe und Vitamine zu sich zu nehmen. Ich persönlich achte jetzt nicht sooo sehr darauf, immer genug Vitamine und Nährstoffe zu mir zu nehmen, aber meistens habe ich in der Hinsicht ein gutes Gefühl. Außerdem hatte fast die gesamte Strömsheet-Redaktion vor, in der Fastenzeit zu fasten. Also habe ich, obwohl ich „erst“ 13 bin, beschlossen, zu verzichten. Auch normalerweise esse ich nicht wirklich viel Fleisch, deshalb fand ich, nur vegetarisch sei zu einfach. Hingegen, wenn ich auch auf Süßigkeiten verzichtete, fiele es mir schon schwerer. Und so war entschieden.

Am Aschermittwoch, als die Fastenzeit begann, fiel es noch nicht wirklich auf, abgesehen davon, dass meine Bekannte mich in der Mensa fragte, ob „diese Plörre“ (damit meinte sie meine Suppe) denn wirklich schmeckte. Als ich bejahte, sah sie bloß ein wenig pikiert aus der Wäsche. Weitere Vorkommnisse gab es nicht.

Am Donnerstag bemerkte die Erste meiner Klassenkameradinnen, als wir in der Mensa für Mathe lernten, dass es ein wenig seltsam war, mir zuzusehen, wie ich das Essen erst ein wenig skeptisch beäugte und dann den größten Teil mit wahrscheinlich (genauer sagen kann ich es nicht, aufgrund des Mangels an Spiegeln in der Mensa) nicht unbedingt begeistertem Gesicht aß. Als ich ihr dann mitteilte, dass ich fastete, schüttelte sie nur den Kopf und bekundete, sie könne das nicht.

Am Wochenende war es am Samstag auch nicht wirklich schwierig, zu fasten, wenn man sich sein Gewissen in Erinnerung rief, und am Sonntag konnte ich mich (aufgrund eines wirklich hilfreichen Hinweises einer Freundin) darauf berufen, dass am Sonntag Fastenbrechen sei. Mir fiel aber auf, dass die halbe Woche bisher gar nicht so schwer gewesen war und ich es wahrscheinlich auch ohne das Fastenbrechen durchgehalten hätte.

Am Montag wurde ich von mehr Klassenkameraden darauf angesprochen, etwas wirklich Bemerkenswertes war aber nicht dabei. Mir ist aufgefallen, dass ich nach dem Sport nicht so erschöpft war wie sonst, aber ich schätze, das hat andere Gründe.

Heute, am Mittwoch, habe ich (auch aufgrund der Tatsache, dass ich diesen Artikel geschrieben habe) noch einmal darüber nachgedacht, was ich bis jetzt erfahren hatte. Im Prinzip kann man die Nervennahrung am Nachmittag durch z.B. Äpfel ersetzen… Hoffentlich klappt das auch in Zukunft... 

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