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"Im Unterricht lernt man, hier macht man auch etwas damit“ – Die Bio AG

Erstellt von Victoria und Malika | | Schulsachen

Strömsheet hat in den letzten Monaten sehr viel über die Umweltaktivitäten an unserer Schule berichtet – dies ist der letzte Teil der Serie.

Viele haben es mitbekommen, Schüler laufen in der Pausenhalle herum mit ihrer Sammelbox für alte Handys. Diese Aktion zum Recyceln kann nur von unserer Bio-AG kommen. Hier kommen Schülerinnen und Schüler ab dem sechsten Jahrgang zusammen und teilen ihre Ideen über das Recyceln, die Umwelt und alles drum herum. Wie kann sich unsere Schule in diesem Thema verbessern? Ab und zu wird auch mal selbsthergestellte, natürliche Kosmetik gemacht. Bevor man nun aber auf dem Schulhof irgendwelche Kräuter herauszieht, informiert Frau Rottmann, die Leiterin der AG, ihre Schützlinge über die Kräuter. Hinzu kommen ätherische Öle, Kräutersalz und verschiedenste Düfte. Die letzte große Aktion war das Handyeinsammeln, eine Idee von Frau Rottmann, doch zetteln die Schüler auch Probleme an, die ihnen selbst aufgefallen sind. Der Papierverbrauch zum Beispiel oder das Plastik von Drucker- oder Tintenpatronen. Sie versuchen darzustellen, wie groß solche Probleme sein können oder schon sind. Hinter der Sammelaktion der alten Handys steckt nämlich sehr viel Arbeit. Es stellen sich einige wichtige Fragen damit auch alles funktioniert. Wo schicken wir die Handys danach hin? Was ist dort überhaupt drin?

Ab der 6. Klasse treffen sie sich, trotz Terminproblemen, Montags in der 7. Stunde, um neue Ideen vorzuschlagen und ihre Projekte zu besprechen.  Doch warum nach dem Unterricht in der Schule bleiben? „Im Unterricht lernt man viel, hier macht man auch was damit“, sagt eine Schülerin. „Wir müssen als junge Generation auf unsere Ursprünge aufmerksam machen.“  Die AG ist für alle Ideen offen und diese werden auch besprochen.  Man unterhält sich über das, was man selbst verbessern kann und wie man andere dazu aufrufen kann, wenn es um Umweltbewusstsein geht. Thema ist hier der Papierverbrauch. Hier wird auch besprochen, was die Lehrer verbessern können. Bücher und Arbeitshefte mehr nutzen und andere Vorschläge kommen auf. Es kommt zur Diskussion: Elektronisch oder Papier für das Lernen? Welche Kosten gibt es? Was kann ich benutzen? Studenten verzichten doch meistens auch auf Block und Stift und viele Schüler machen sich Lernzettel auf ihrem Handy. Doch erzählen die Mitglieder auch davon, wie sie selbst oder andere es einfach schöner und gewohnter auf Papier finden. Obwohl der Papierverbrauch, als man die Lehrer darauf angesprochen hatte, im letzten Jahr zurückgegangen ist, ist da noch Luft nach oben.

Ungefähr so lief es auch ab, als Frau Rottmann das Handyeinsammeln vorgeschlagen hatte. Es musste eine Menge Recherche her;  Was ist in den Handys drin? Wo schickt man das dann hin? Wie ist das rechtlich gesehen? Als all das lange Durchstöbern fertig war, ging es darum, die Aktion zu verbreiten. Die Mitglieder betreuten die Boxen für die Handys und das ist schwerer als gedacht. Auch wenn Eltern manchmal mit ganzen Tüten von Verwandten, Nachbarn und Kollegen ankommen, gibt es leider auch Schüler, die klauen oder dumme Kommentare machen. In allem und allem war die Sammelaktion ein Erfolg. Es soll auch neue Sammelaktionen in der Zukunft geben.

Am Ende ruft Frau Rottmann noch einmal dazu auf: „Haltet die Augen offen!“ Denn man kann noch weitergehen, es gibt noch viel Potenzial.

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