Zum Inhalt springen

...Last Christmas

Es ist kalt, hoffentlich schneit es bald, man trifft mal wieder Verwandte und es erklingt jedes Jahr mal wieder schöne tolle Musik. Leider auch wieder Last Christmas.

In der alljährlich wiederkommenden Zeit des Konsum freuen sich die Plattenbosse von Warner Music ein Loch in den Bauch. Jedes Jahr wieder wird in den Radiosender der Song von Wham! gespielt. Dabei ist er vieles, aber definitiv kein weinachtlicher Weihnachtssong.

Ich hab persönlich nichts gegen gescheiterte Beziehungen, aber muss damit eigentlich jedes Mal meine Vorfreude zerstört werden? Gut, das einzige, was Last Christmas von jedem anderem 0815 „IchbraucheGeldalsosingeichüberweihnachten“ Song unterscheidet ist das lyrische Ich, welches sich immer und immer wieder darüber beklagen muss, wie hart und unfair eigentlich die böse weite Welt ist.

Gut, Weihnachten ist auch perfekt dafür. Weihnachtliches Hintergrundgebimmel, weihnachtliches Outfit angezogen und ein absolut austauschbarer emotionaler Text –fertig ist die neue Gelddruckmaschine (Warum hat Dagobert Duck eigentlich nie einen Weihnachtssong veröffentlicht?)

Was George Michael dort geschaffen hat, ist definitiv ein Kunstwerk. Ein Kunstwerk, immer wieder mit demselben Muster immer wieder Geld zu verdienen und gleichzeitig Menschen dabei in Weihnachtslaune zu bringen.

Aber dabei ist Weihnachten doch so viel mehr. Es gibt Essen, Geschenke, Essen,  Verwandtenbesuche, Essen, Stress und, wartet kurz, Nächstenliebe.