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„Tierisch viel Spaß“ - die Damen von der Cafeteria

Erstellt von Sophie Eichmann und Malika Nezhi | |   3

Morgens um 08:00 ist es auf den Gängen (meistens) still, nur aus Richtung Cafeteria ist etwas zu hören. Dort sind die Mitarbeiter der Cafeteria schon eifrig am Vorbereiten der Pausenverköstigung. Wenn die Cafeteria dann um 08:45 öffnet, ist schon alles fertig. Das muss auch sein, denn manchmal gibt es, zu Frau Heinzes Verwunderung, schon dann Schüler, die sich vor dem Tresen aufgestellt haben und etwas kaufen möchten. Diese haben dann meistens auch noch nicht vorher überlegt, was sie kaufen möchten oder kommen mit größeren Scheinen (z.B. mit fünf Euroscheinen), die Frau Heinze noch nicht wechseln kann. Wenn die Scheine dann auch noch klein zusammengefaltet sind, hat der Tag für Frau Heinze gut begonnen.

Neue Brote schmieren, quatschen und beim Einkaufen Luft schnappen gehen – das tun die Damen von der Cafeteria, wenn nicht gerade Pause ist. Außerdem überlegen sie sich kreative Dinge für die Deko. Laut Frau Heinze ist das nämlich gar nicht so einfach, wie man denken könnte.

Dabei brauchen sie Hilfe. Das Cafeteria-Team, das ihnen hilft, besteht hauptsächlich aus Müttern und Vätern von Schülern, die entweder an der Schule waren oder es noch sind. Aber auch so gibt es an manchen Tagen Engpässe in der Cafeteria. Für diese Fälle überlegt Frau Heinze, ob man vielleicht einen Dienst aus Achtklässlern aufstellen könnte, die, wenn sie in den Pausen sehen, dass zum Beispiel nur Frau Heinze hinter dem Tresen verkauft, zur Cafeteria gehen können und einspringen können.

Frau Heinze hat 2004 hier angefangen einmal die Woche zu arbeiten, weil ihre Tochter hier an die Schule ging. 2008 fing sie an, zweimal die Woche auszuhelfen, da ihre Vorgängerin gekündigt hatte. Seit Frau Brameshuber gegangen ist, ist sie die „Chefin“ der Cafeteria. Selbst sagt sie: „Ich finde es schön, wenn ich euch mit dem Essen glücklich machen kann.“ Außerdem mag sie das Cafeteria-Team, mit dem es „tierisch viel Spaß“ macht. Trotz dieser vielen schönen Dinge freut sie sich aber immer wieder auf die Ferien.

Über die Jahre hat sie bemerkt, dass die meisten Kinder lieb und nett sind, aber dass sie auch oft nach den Preisen fragen, die sie eigentlich schon kennen müssten. Es gibt aber auch „nennen wir sie Chaoten“, die ein paar blöde Sprüche machen und sich in der Schlange vordrängeln oder von der Seite kommen. Das Beste am Tag ist für sie, wenn diese Kinder nicht da waren oder sich gut benommen haben, sprich nur liebe Kinder da waren. Außerdem ist es immer schön, wenn die zwei Tresen (für jeden der zwei Verkäufer einen) leer sind.

Um die Tresen ein wenig mehr zu füllen hat das Cafeteria-Team passend zum Tag der offenen Tür angefangen, auch Schreibwaren zu verkaufen. Die Idee dafür haben sie bekommen, als sie auf den Internetauftritten von den anderen Schulen nachgesehen haben, ob sie dort andere Angebote in der Cafeteria haben.

Die Backwaren kommen vom Bäcker Funke und alle zwei Wochen wird ein Großeinkauf für die anderen benötigten Lebensmittel gemacht. Von den gekauften Waren werden die Schokobrötchen, die Käsebrötchen und die Hemmemilch am meisten verkauft. Diese (die Hemmemilch) ist nur teurer geworden, weil sie früher über keinen Zwischenhändler gelaufen ist. Nun, wo sie über einen läuft, gibt es keine Strohhalme mehr dazu und der Förderverein muss die Strohhalme extra kaufen. Diese wurden ja sowieso schon fast abgeschafft. Nun kosten sie für die, die sie haben wollen fünf cent.Dann müssen die Schüler die Hemmemilch aus den Bechern trinken.

Am wenigsten hingegen werden gesunde Brote, Äpfel, Karotten und Rosinenbrötchen verkauft. Da stellt sich die Frage, was mit dem Essen geschieht, das nicht verkauft wird. Den Lehrern wurde schon angeboten, ihnen einen Teil des übriggebliebenen Essens zu überlassen, doch sie haben dankend abgelehnt. Das geben die Damen von der Cafeteria entweder dem Hausmeister oder sie nehmen es mit nach Hause oder sie frieren es ein.

Frau Heinze meinte, dass in der Cafeteria schon viel wiederverwertet und wenig Plastik verwendet werden würde. Manche Schüler würden zwar Tüten verlangen, diese gibt Frau Heinze aber nur ungern aus. Nun möchte das Cafeteria-Team noch weniger Plastik verwenden. „Es wird überall davon geredet“, und daher kam die Idee. Doch wie wollen sie das anstellen?

Für die Cornflakes sollen stabilere Becher zum Abwaschen benutzt werden. Es sollen statt den Plastiklöffeln Metalllöffel verwendet werden, auf die es dann auch Pfand geben soll, genau wie auf die stabileren Becher und Flaschen.

Womit wir bei den Flaschen wären. Frau Heinze hat uns erzählt, dass viele Kinder ihre Flaschen trotz des hohen Pfandes nicht zurück geben würden. „Wo bleiben unsere Flaschen?“, wundert Frau Heinze sich daher. Das würde dazu führen, dass 12 von über 100 Kästen nach zwei Wochen, wenn sie an die Firma zurückgegeben werden, leer sind. Außerdem können die Flaschen dann nicht so gut wiederverwertet werden.

Das Essen in der Cafeteria soll auch gesünder werden. Ob die Schüler das gut aufnehmen werden, ist noch eine offene Frage. Doch Frau Heinze vermutet positives für die Zukunft, denn es gibt in der Cafeteria schon sehr viel gesundes Essen. Doch wenn die Schokobrötchen und Müsliriegel aus dem Sortiment genommen werden, dann wird es laut Frau Heinze maximal einen Tag lang funktionieren, bevor die ersten „Kunden“ verloren gehen. „Wirklich gesund sind Müsliriegel aber auch nicht“, sagt Frau Heinze.

Info

Die Cafeteria gibt es schon seit 2001. Ab Oktober 2017 übernahmen Kerstin Zirzow und Claudia Heinze die Leitung der Cafeteria. Die beiden arbeiten hauptberuflich in der Cafeteria.

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Deko - selbstgebastelt
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Der Renner bei den Kleinen - Käsebrötchen
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Frau Zirzow ist immer für die Schüler da.
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Erste große Pause, jetzt wollen alle gleichzeitig etwas kaufen.